Mit dem Sächsischen Innenminister unterwegs für das Ehrenamt

Mit einigen Minuten Verspätung bogen zwei schwarze Fahrzeuge um die Ecke und hielten vor dem Eingang des Jahnhauses in Limbach-Oberfrohna. Die hintere Tür des ersten Fahrzeuges öffnete sich, der sächsische Innenminister, Prof. Dr. Roland Wöller, stieg aus und begrüßte Sven Lindner vom TV Oberfrohna und Jan Hippold, der ihn in seinen Wahlkreis eingeladen hatte. Der Tag sollte unter dem Zeichen des Ehrenamtes stehen.

Dafür hatte die Stadt Limbach-Oberfrohna zusammen mit Jan Hippold zunächst ein Gespräch mit Sportlern aus der Region organisiert. Nach einem kurzen Rundgang über das frisch sanierte Sportgelände am Jahnhaus, warteten zahlreiche Sportler, Trainer und Vereinsvertreter bereits auf den Gast aus Dresden. Nach der kurzen Begrüßung des stellvertretenden Oberbürgermeisters und Landtagsabgeordneten Jan Hippold und einem kurzen Statement des Ministers, wurde der Raum für Fragen und Diskussionen geöffnet. Besonderes Interesse galt hierbei der Trainiersituation im Breitensport. Es sei oftmals schwierig, passende Trainer zu finden. Und gute Trainer erkenne man nicht immer an der höchsten Lizenz, gab ein Gesprächsteilnehmer zu bedenken. Vielmehr müsse dafür gesorgt werden, dass die Arbeit aller Ehrenamtlichen gewürdigt werde. Innenminister Wöller wies darauf hin, dass mit dem neuen Haushalt auch die Erhöhung der Übungsleiterpauschale auf 350 Euro durch den Sächsischen Landtag beschlossen werde, diese allerdings nur Trainer mit Lizenz berücksichtige. Eine gleichwertige Unterstützung von Trainern und Übungsleitern ohne Lizenz sei derzeit nicht geplant. Er nahm diese Anregungen allerdings zur Prüfung mit zurück nach Dresden.

Nach der Diskussion mit den Sportvereinen ging es weiter in die Freiwillige Feuerwehr nach Callenberg, Ortsteil Langenchursdorf, die extra für den Besuch festlich umgestaltet wurde. Auch hier waren für das feuerwehrpolitische Gespräch Kameraden aus der gesamten Region angereist. Das Gespräch, bei dem dieses Mal Innenminister Wöller, Bürgermeister Daniel Röthig und Jan Hippold Rede und Antwort standen, drehte sich besonders um den Umgang mit neuen Technologien, wie Elektrofahrzeugen, die unsere Feuerwehren im Fall von Batteriebränden vor ungekannte Herausforderungen stellen. Auch wurde über die finanzielle Absicherung der Brandschützer und die Umsetzung der neuen Landesmaßnahmen zur Stärkung der Feuerwehren diskutiert. Einige Bedenken konnten vor Ort ausgeräumt werden, andere Fragestellungen nahm der Minister wieder mit. Auch wenn es für einige Herausforderungen, wie beispielsweise beim Umgang mit Elektrofahrzeugen, noch keine abschließenden Lösungen gebe, da gerade neue Technologien einem ständigen Wandel unterlägen, setze sich der Freistaat Sachsen doch stark für seine ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden ein, fasste Jan Hippold die Gespräche zusammen. So leiste die Feuerwehr-App schon heute eine wichtige Arbeit bei der Bergung von Elektrofahrzeugen und man stehe in intensivem Austausch mit den Herstellern, stellte der Minister weiter klar.

Nach seinem über dreistündigen Besuch in Limbach-Oberfrohna und Callenberg verabschiedete sich Innenminister Wöller wieder zurück nach Dresden. Während der beiden Diskussionen wurden viele Missverständnisse ausgeräumt, Fragen geklärt und andere zur Lösung mit in das Innenministerium genommen. Insgesamt wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, den Dialog vor Ort zu suchen und miteinander zu reden. Denn durch eine konstruktive und sachorientierte Politik können Bedenken oftmals ausgeräumt und Probleme nicht selten unkompliziert gelöst werden.  

StM Wöller, Jan Hippold und Sven Lindner (v.r.n.l) auf dem neuen Kunstrasenplatz des TV Oberfrohna